Kampagne

Hintergrund

In der letzten Zeit hat das Thema sexueller Missbrauch die Schlagzeilen beherrscht. Viele Menschen, die sexuell missbraucht wurden, behalten diese Erfahrungen aus Scham, Schuldgefühl oder Angst oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte für sich. Das Gespräch kann für sie Befreiung sein – und auch anderen Mut machen, sich anzuvertrauen.

Ziele

Mit dem Slogan „Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter“ ruft die Kampagne Betroffene auf, über den Missbrauch zu sprechen - und sich damit von der Macht des Täter beziehungsweise der Täterin zu befreien. Darüber hinaus soll die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Denn auch die Gesellschaft ist aufgefordert, über sexuellen Missbrauch zu sprechen und das Thema weiter aus der Tabuzone zu holen. Kinder müssen besser geschützt und der Handlungsspielraum für Täter und Täterinnen eingeschränkt werden.

Inhalte

Die Kampagne verbreitet ihre Botschaft über alle wichtigen medialen Kanäle: über einen Fernsehspot, Plakate, Flyer, Postkarten und Anzeigen.

Auf dem Kampagnenmotiv ist eine beunruhigende Szene zu sehen: Einer Frau beziehungsweise einem Mann mittleren Alters wird der Mund gewaltsam zugehalten. Die Angst über das Erlebte zu reden, besteht bis ins Erwachsenenalter. Mit dem Slogan „Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter“ ruft die Kampagne Betroffene auf, darüber zu sprechen und sich damit von der übermächtigen Hand – sinnbildlich für die Macht des Täters oder der Täterin - zu befreien.

Für die visuelle Umsetzung konnten der Regisseur Wim Wenders, die Fotografin Donata Wenders sowie der Fotograf Alberto Venzago gewonnen werden. Lesen Sie dazu mehr unter Visuelle Umsetzung.

Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs


Mit der Kampagne „Sprechen hilft“ möchte ich für das Thema sexueller Missbrauch sensibilisieren und auf unsere telefonische Anlaufstelle aufmerksam machen. Viele Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend missbraucht wurden, haben diese Erfahrungen aus Scham, Schuldgefühl oder Angst lange Zeit für sich behalten. Reden kann für sie Befreiung sein. Es kann die Handlungsspielräume der Täter und Täterinnen verringern und deren Macht brechen. Ich möchte Betroffenen Mut machen, über das, was sie erlebt haben, zu reden. Denn was uns viele Anruferinnen und Anrufer bestätigen - darüber sprechen hilft!

Unterschrift Dr. Christine Bergmann

Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D.
Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs